Liebe tanken

 

Und wieder fliegen meine Träume

über den Rand des Ozeans,

schwere Gedanken

versinken in des Wassers Tiefe.

Dieser taumelnde Tag

schwimmt sich frei

auf sonnengleißendem Spiegel.

 

Leere Worte tauchen ab,

ungesagte Liebkosungen

fangen mich auf,

wiegen auf den Wellen mich,

lieben sich in meine Seele.

Tanken, Liebe tanken

für den einsamweiten Tag.

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Die Liebe in dir

 

Und da ist nur Liebe in dir,

tief in deinem Innern verborgen

ist sie deiner Seele Elixier,

eng ineinander geborgen.

So tauche ein in diesen Raum,

damit die Liebe dich umfasst ~

und dich trägt, wie ein Baum

trägt Ast um Ast um Ast.

Die Welt wirst du nicht missen,

wenn die Wärme dich umhüllt,

Liebe ist dein ewig Kissen,

das Herz und Seele dir erfüllt.

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Es trägt der Sommerwind

 Der Sommerwind,
er berührt meine Seele,
zart und lau streift er meine Haut;
Blätter rauschen, wenn er sie berührt,
wie das Meer, dass er in Wellen legt;
er trägt die Düfte des Sommers
in alle Weiten.
 

 Manchmal singt er ein Lied für mich,
das erzählt von Sonne,
Licht und Leichtigkeit,
dass es mir das Herz öffnet,
die Seele erfüllt
und den Horizont in ferne Weiten schickt.


Mir wachsen Flügel,
die meine Gefühle tragen
an den Rand des Universums ~
nein, es ist nicht dunkel dort,
denn auch das Licht trägt der Wind mit mir
und die Sonne mit ihrer Wärme;
die Sicht aus der endlosen Ferne
lässt alles ganz klein erscheinen,
auch die täglichen Sorgen schmelzen dahin,
mir wird immer leichter.
Freiheit fühlt sich so gut an!


Dann höre ich die Liebe rufen,
~ tief in mir ~
und ich weiß, ich will zurück.
Es war nur der Sommerwind,
der mich trug,
der meinen Geist befreite.

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Es ist nur Liebe

Wie eine Muschel die Perl' hält umschlossen,
so trag  meine Seel' ich auf Zeit ~
gar alle Lieb' hat sich in sie ergossen,
oh friedvoll zarte Kostbarkeit.

Und tief in mir erspüre ich mein Leben,
wenn ich in der Stille stehe,
sanfte Zartheit und ein wärmend Beben,
s'ist nur Liebe, was ich sehe.

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Liebessehnsucht

 

Rosenrot und seelenweit

öffnet sich das Tor der Zeit,

lässt ins Paradies uns sehen,

Hand in Hand durchs Tor wir gehen.

 

Und alle Vöglein singen,

der Wind trug sie auf Schwingen,

uns den Abend zu versüßen;

Blumen blüh‘n zu unsren Füßen.

 

Die Liebe hat uns eingehüllt,

Sehnsucht wird heut Nacht gestillt,

rosenrot und seelenweit

schließt sich nun das Tor der Zeit.

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Nur manchmal

Es dunkelt in mir gar manche Stund',
wie könnt' ich ohne sie sein? ~
auch wenn dein ach so geliebter Mund
sich öffnet und tut deine Lieb' mir kund,
meine innersten Kreise dreh'n sich allein.
Doch breiten sich die weiten Arme aus,
das Herz tritt aus dir heraus,
dann, ja dann kann ich mich befrei'n ~
und naschen von dem lieblich hellen Sein.

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Sommerliebe

In meiner Seele Rosen blühen,
im Herzen gar ein Freudenbaum ~
und über meinem Haupte ziehen
Luftballons im Liebestraum.

Es sind des Glückes schönste Stunden,
wenn du und ich nur eins noch sind;
die Rosen um den Baum gewunden,
voll Liebeslust im Sommerwind.

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Liebe reift

 

Wir wissen nichts von Tagen,

die am Beginnen sind,

auch nichts von bitt´ren Klagen,

die ziehen mit dem Wind.

 

Es ist die Hand der Stunde,

die leise nach uns greift,

auf deren tiefem Grunde,

die Liebe weiter reift.

 

So lass uns stille tragen,

das Glück, das uns umschlingt,

nach Ort und Zeit nicht fragen,

hör, wie mein Herze singt.

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 Liebe der Nacht

Was ist es, was den Mond verzückt
und die Nacht zum Beben bringt,
das Universum so beglückt,
dass ihm ein neuer Stern entspringt?

Weißt du, wie sehr ich dich liebe?
Gar alle Wünsche sind mein,
selbst wenn einer nur bliebe,
könnt's deine Liebe nur sein.

Und so tanzen wir in die Nacht,
die dunkel ist und sternenschwer,
das Universum in seiner Macht
umhüllt uns wie ein Liebesmeer.

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Vor dem Erwachen

 

Mir träumt's vom frischen Wiesengrunde,
wo in der Fern' noch Nebel weh'n,
ganz jung, aus frühem Tages Schlunde,
der Sonne erste Strahlen zieh'n.

 

Des Baumes Blüten regnen nieder,
ein lauer Windhauch schenkt sie mir ~
und alle Vögel singen Lieder,
meine Gedanken zieh'n zu dir.

 

Schon bald, im gleißend Schein der Sonne,
steht mir dein lieb Gesicht vor Aug,
mir scheint, es wird ein Tag der Wonne,
voll Sehnsucht ich das Bild aufsaug.

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Wirst du es sein 


Wirst du es sein,

der meinen Wunsch erfüllt

und meine Sehnsucht stillt,

das ersehnte Glück mir schenkt,

tief in mein Herz versenkt;

der mir meine Seel‘ erhellt,

in rosa taucht die Welt…

der mir die Liebe bringt,

die in meinen Abend singt?

Wirst du es sein?

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Herzeleid

Es tanzen die Elfen im Wald,
du hörst ihre leisen Lieder,
dir träumt's, als ob schon sehr bald
die Liebe kehrt wieder.

Und doch, sie tanzen zur Nacht,
die dunkelt, wie dein Gemüt,
du Liebender, hab Acht, hab Acht,
gar schnell dir dein Herze verglüht.

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